Aktu­el­le Ver­kehrs­in­fo für die A61 – Bau­stel­len, Stau- und …

Aktuelle Verkehrsinfo für die A61 - Baustellen, Stau- und ...
Ado­be Stock | © U. J. Alexander

Das The­ma der A61 und der damit ein­her­ge­hen­den Belas­tung für die Ort­schaf­ten der VG Lan­gen­lons­heim-Strom­berg ist eine fast schon unend­li­che Geschich­te, die sich seit Jahr­zehn­ten durch die Amts­zeit vie­ler Verbands‑, Stadt- und Orts­bür­ger­meis­te­rIn­nen zieht. Die Auto­bahn ist bekann­ter­ma­ßen Segen und Fluch gleich­zei­tig: Auf der einen Sei­te schließt sie die neue VG an die “wei­te Welt” an und garan­tiert eine her­vor­ra­gen­de Infra­struk­tur, auf der ande­ren Sei­te bringt die A61 auch Lärm, Belas­tung und schließ­lich regel­mä­ßig ver­stopf­te Stra­ßen in den Orts­ge­mein­den sowie der Stadt mit sich.

Bei jedem Stau­e­reig­nis zeigt sich ein iden­ti­sches Schau­spiel: Die Fahr­zeu­ge ver­las­sen die Auto­bahn an der ers­ten sich bie­ten­den Aus­fahrt (Dor­s­heim, Wald­lau­bers­heim, Strom­berg) und irr­lich­tern auf der Suche nach einer Umfah­rung durch nahe­zu alle Ort­schaf­ten, die mehr oder weni­ger par­al­lel zur Auto­bahn lie­gen. Die Fol­gen für die Bevöl­ke­rung bewe­gen sich hier nicht auf dem Niveau von “Kom­fort­ver­lust”, viel­mehr stel­len sich durch die kom­plett und nach­hal­tig ver­stopf­ten Orts­durch­fahr­ten viel dra­ma­ti­sche­re Pro­ble­me dar: Es fin­det eine völ­li­ge Still­le­gung des Ver­kehrs statt! Die teil­wei­se sehr engen (his­to­ri­schen) Stra­ßen sind nur bedingt geeig­net, Begeg­nungs­ver­kehr auf­zu­neh­men und schon gar nicht in der Lage, ent­ge­gen­kom­men­den LKW-Ver­kehr abzubilden.

Es gibt in die­sen Fäl­len kei­ne Bewe­gung mehr, die Ort­schaf­ten wie die Stadt sind über Stun­den hin lahm­ge­legt und blo­ckiert; weder Feu­er­wehr noch ande­re Ret­tungs­diens­te kön­nen bei Not­wen­dig­keit in die Orte ein­fah­ren. Es bleibt einem zu Hil­fe eilen­den Not­arzt kei­ne ande­re Wahl, als am Orts­rand zu par­ken (so er es bis dahin schafft) und von dort aus zu Fuß zur Ein­satz­stel­le zu lau­fen. Dass in die­ser Situa­ti­on kein Ein­woh­ner sein Haus ver­las­sen kann um bspw. zur Arbeit zu fah­ren, ist systemimmanent.

Wie sähen Lösungs­an­sät­ze aus?

Die ver­gan­ge­nen Jah­re waren geprägt von einer kon­se­quen­ten Igno­rie­rung der gesam­ten Pro­ble­ma­tik auf Sei­ten der ver­ant­wort­li­chen Stel­len in Land und Bund. Anschrei­ben, egal ob von Bür­ger­meis­te­rIn­nen, Räten, Bür­ge­rIn­nen oder Initia­ti­ven, blie­ben wei­test­ge­hend unbe­ach­tet oder wur­den mit wohl­wol­len­den Flos­keln beant­wor­tet. Erst­mals im Jah­re 2018 wur­de dem The­ma auf Kreis­ebe­ne Beach­tung geschenkt und ers­te Kor­rek­tu­ren ein­ge­lei­tet.
Als For­de­rung ste­hen ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Maß­nah­men im Raum. Es geht kei­nes­wegs dar­um, kost­spie­li­ge Umge­hungs­stra­ßen zu pla­nen oder den Ver­kehr von Ort A nach Ort zu ver­la­gern – das sind kei­ne nach­hal­ti­gen Ansät­ze. Viel­mehr kön­nen ein­zel­ne, klei­ne Schrit­te in Erwä­gung gezo­gen werden:

  1. Schal­tung der elek­tro­ni­schen Anzei­gen auf den Schil­der­brü­cken der­ge­stalt, dass im Fal­le von Stau­bil­dung den LKWs bedeu­tet wird, die Auto­bahn NICHT zu ver­las­sen. Es bringt eine deut­li­che Ent­span­nung, wenn “nur” noch der PKW-Ver­kehr anrollt, denn der blo­ckiert nicht bei Begeg­nungs­ver­kehr oder in engen Ortsstraßen.
  2. Die­se Vor­ga­be muss durch die Voll­zugs­kräf­te des Lan­des kon­trol­liert wer­den, ggf. auch durch Sper­rung der Abfahr­ten. Die Voll­sper­rung der A61 zum Zweck der Demon­ta­ge einer Brü­cke nahe Dax­wei­ler hat gezeigt, dass dies mög­lich und mach­bar ist.
  3. Aus­schil­de­rung von sinn­vol­len (!) Umlei­tungs­stre­cken über groß­zü­gig dimen­sio­nier­te Stra­ßen. Die aktu­el­len Umlei­tungs­stre­cken füh­ren alle­samt über für den Schwer­last­ver­kehr völ­lig unge­eig­ne­te Wege und Ort­schaf­ten wie bspw. Dax­wei­ler, Strom­berg, Schwep­pen­hau­sen, Win­des­heim, Wald­lau­bers­heim oder Langenlonsheim.

Mit die­sen drei ein­fa­chen und zudem wenig kos­ten­in­ten­si­ven Vor­schlä­gen könn­te ein deut­li­cher Zuge­winn an Sicher­heit und Lebens­qua­li­tät für die Ein­woh­ner der VG Lan­gen­lons­heim-Strom­berg erzielt wer­den und auch die Schä­den an Haus­fas­sa­den, Umfrie­dun­gen, Geh­we­gen, Ein­lauf­schäch­ten, usw. lie­ßen sich signi­fi­kant reduzieren.